In grossen Unternehmen gehören Coachings der Mitarbeiter und Führungskräfte mittlerweile zum Alltag. Doch auch kleine Unternehmen und Privatpersonen erkennen immer mehr die positiven Effekte eines professionellen Coachings. Ob zur konkreten Hilfe bei der Berufswahl, der persönlichen Weiterentwicklung oder als Mentoring zur Erreichung beruflicher Ziele – ein Coaching kann viele Formen annehmen. Die Angebote sind so vielfältig wie die Bedürfnisse der Ratsuchenden.

In den letzten Jahren entstanden immer wieder neue Berufsbilder; so auch der Betriebliche Mentor mit eidg. Fachausweis. Das noch relativ junge Berufsbild hier unter der Lupe.

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten in einer Firma, bei der einiges schiefläuft. Ihr Bauchgefühl sagt, dass vor allem im zwischenmenschlichen Bereich Fehler passieren und dadurch latente Spannungen vorhanden sind. Damit Mitarbeiter motiviert arbeiten können, müssen bestehende Probleme angesprochen, geklärt und Schritt für Schritt abgebaut werden. Das hat Auswirkungen auf Kompetenzen, Abläufe, Team-Building und weitere Bereiche. Um gewisse Probleme aufzudecken, braucht es die Sicht einer neutralen Person. Von aussen. Zum Beispiel von einem Coach oder einem betrieblichen Mentor.

Eidg. Betrieblicher Mentor mit Fachausweis - Ihre Zukunft

Berufsweichen stellen – als Mentor andern helfen

Die Sichtweise von aussen

Als Mitarbeiter sind wir tagtäglich mittendrin in unseren Aktivitäten und Routinen. Wir kennen die Abläufe und reagieren oft mit Unmut, wenn zu viel Ausserordentliches, zusätzliche Arbeitsbelastung oder unerwartete Zwischenfälle auf uns zukommen. Wenn wir eine ausgewogene Work-Life-Balance leben können, sind wir flexibler. Stehen wir jedoch zu sehr unter Druck, ist das Gegenteil der Fall. Was uns nahe kommt, tragen wir mit. Je mehr man einen Ballon aufbläst, desto dünner wird seine Haut. Und irgendwann droht er zu platzen. Es wird Zeit für einen Blick von aussen, für eine möglichst neutrale Sicht durch einen betrieblichen Mentor.

Verantwortlich für Coaching und Qualitätssicherungsprozess

Ein betrieblicher Mentor (firmenintern oder -extern) zeichnet sich verantwortlich für das Coaching-Konzept und begleitet es fachgerecht. Er pflegt während des ganzen Coaching-Prozesses eine klare, verständliche und aktive Kommunikation zu allen betroffenen Parteien. Der betriebliche Mentor berücksichtigt mögliche Folgen von Veränderungsprozessen und gibt geeignete Empfehlungen an betroffene Mitarbeiter oder/und entsprechende Stellen weiter. Ein Coaching-Prozess kann mehrere Monate dauern, weil es Zeit braucht, um Menschen zu begleiten und neue Strukturen zu implementieren.

Fachgerechte und klare Kommunikation

Es geht dabei um eine offene, sachliche und authentische Kommunikation und um die Wertschätzung von anderen Meinungen. Jede an einem Konflikt beteiligte Partei darf sich äussern. Mitmenschen und deren Ansichten werden respektiert und es wird nach gemeinsamen Zielen gesucht, was manchmal zu ganz überraschenden Lösungen führen kann.

Konflikte überwinden

Was wir überwinden können, das macht uns stark. Konflikte, die mit Hilfe eines professionellen Mentors/Coachs gelöst werden können, stärken ein Team und machen es krisensicherer. Gute Teams setzen sich aus verschiedenen Menschen mit diversen und vielseitigen Begabungen zusammen. Unter anderem werden sie durch eidg. betriebliche Mentoren gestärkt und gefördert.

Betrieblicher Mentor: Weiterführende Infos

 

Manchmal kann es sein, dass man als Mensch entgleist. Die falschen Entscheide fällt und auf Abwege kommt. Je tiefer man im Wasser ist, desto mehr Kraft braucht es, um wieder ans sichere Ufer zu gelangen. Die eigene Biografie beeinflussen, das kann nicht jeder. Zum Beispiel, wenn man überstürzt die Heimat verlassen muss. Oder wenn man plötzlich alleine dasteht. Theorie hat in bestimmten Momenten etwas ganz Unwirkliches und wird von der manchmal knallharten Praxis wiederlegt. Ist die Lawine einmal ausgelöst, kann sie einen überrollen. Oder man spricht  von schwierigen sozialen Verhältnissen, die als Folge psychische Erkrankungen oder Suchtprobleme auslösen können.

Hinsehen und Handeln

Den Blick abwenden und diese Realität verdrängen – damit ist niemandem geholfen. Es braucht Menschen wie zum Beispiel den Sozialpädagogen, der fachlich kompetent führt und agiert. Der, wo nötig, zwischen Behörden und Betroffenen vermittelt. Diese Aufgaben brauchen viel Know-how. Gefragt ist eine fundierte und ausgewogene Ausbildung, zu der auch die persönliche Abgrenzung des Sozialpädagogen von vielen Schicksalsbetroffenen gehört.

Aufgaben

«Sozialpädagoge und Sozialpädagogin unterstützen in Heimen, Wohngemeinschaften, Werkstätten, Tageseinrichtungen oder Beratungsstellen diese Menschen. Sie organisieren und gestalten mit ihnen den Alltag und die Freizeit. Dabei gilt es, mit ihnen das Übernehmen von Eigenverantwortung und das Einhalten von Regeln zu üben und die persönliche Entwicklung zu fördern.» Quelle: berufskunde.com

Begleiten und Lösungswege finden

Leben und Konflikte. Das lässt sich nicht trennen. Früher oder später holen uns alte Muster wieder ein. Je nach Geschichte, je nach inneren Denkmustern, handeln wir. Mal förderlich, mal hinderlich. Der Sozialpädagoge führt mit den Klienten und Klientinnen Einzel- und Gruppengespräche, um sie bei der Suche nach Lösungswegen in Konfliktsituationen zu unterstützen, ihre Handlungsweisen zu reflektieren und persönliche Ziele anzustreben.

Im engen Kontakt mit Fachpersonen

Es ist wichtig, dass Sozialpädagogen im Team arbeiten und engen Kontakt mit Fachpersonen aus Behörden und Ämtern, mit Lehrpersonen, Psychologen, Therapeuten und Familienangehörigen pflegen. Geschichte und Umgang, damit kann man sich schwer tun. Um da herauszukommen, braucht es dieses professionelle Umfeld. Gemeinsam tragen steigert die Chance auf Erfolg.

Konfrontation mit vielen Notsituationen, mit entmutigten Menschen und doch im Einsatz für neue Perspektiven, damit betroffene Menschen den Rank wieder finden. Sozialpädagogen braucht es in der heutigen Zeit umso mehr!

Weiterführende Links zum Thema:

Als ich vor zirka 20 Jahren auf der Suche nach einer geeigneten Weiterbildung zum Marketing Planer war, informierte ich mich noch via Printmedien und Unterlagen von der Berufsberatung. Ich bestellte mir telefonisch Prospekte und Unterlagen des jeweiligen Schulungsinstitutes und versuchte mir so ein Bild zu machen. Damals und auch heute noch stellt sich die Frage, wie man ein gutes Schulungsinstitut finden kann.

Eigene Sicht

Früher war für mich das Auftreten des Schulungsinstitutes sehr wichtig. Wie reagiert die Person am Telefon? Nimmt sie meine Fragen wahr? Will sie einfach einen Lehrgang verkaufen oder ist es ihr wichtig, mir eine auf meine Bedürfnisse bezogene Weiterbildung anzubieten? Das gleiche gilt für jeden Mitarbeiter der Ausbildungsstätten. Meine Erfahrungen diesbezüglich waren sehr gemischt. Auch bei den angegeben Erfolgszahlen (wie viele Studierende die Prüfungen bestanden haben). Ein gutes Gefühl hatte ich nicht 100 prozentig.

Fremdbeurteilung – im Internet

Heute hat man dank Bewertungen im Internet oder dank den Sozialen Medien mehr Möglichkeiten, fremde Meinungen einzuholen. Ist das wirklich so und wie wirken diese Meinungen auf mich? Das Internet hat viele Vorteile. Ein grosser davon ist, dass „Papier“ beziehungsweise eine Webseite eben „alles annimmt“. Es gibt im Online Marketing Bereich Firmen, die zum Beispiel Studenten eingestellt haben, damit diese in Foren von Sozialen Medien positive Bewertungen für Schulungsinstitute abgeben. Alles was beeinflussbar ist, gibt uns kein transparentes Feedback.

Fremdbeurteilung im Freundeskreis

Damals sagte mir ein guter Freund, welche Institute er nicht wählen würde. Weil er und andere dementsprechend schlechte Erfahrungen damit gemacht hatten. Diese Feedbacks halfen mir sehr. Ich konnte meine Auswahl einschränken. Doch wie die verbleibendenen beurteilen? Am Ende entschieden das bestehende Image des Schulungs-Instituts (Erfahrung, Anzahl der bisherigen Teilnehmer etc.) und mein Bauchgefühl. Gelandet bin ich für meine Marketing Planer Ausbildung schlussendlich bei der AKAD in Oerlikon.

Mein Einfluss auf die Qualität der Aus- und Weiterbildung

Schon bald realisierte ich, dass es nicht nur mit dem Image getan ist. Denn jetzt ging es darum, uns im Unterricht zu überzeugen – Image in die Realität umzusetzen. Im Nachhinein wurde mir klar, dass jeder Lehrer so seine eigenen Ziele mit uns hatte. Dem einen ging es darum, sein eigenes Seminar zu verkaufen. Dem anderen ging es um sein persönliches Image.

Und mein Beitrag?

Man kann an einer Schulung aktiv teilnehmen oder man kann die Zeit absitzen und während des Unterrichts gedanklich an anderen Orten verweilen. Ersteres bringt nicht nur einem persönlich, sondern der ganzen Gruppe einen Mehrwert. Dabei sein, Fragen stellen, hartnäckig bleiben. Etwas für sein Geld einfordern … Apropos Geld: Entscheidend, wie die Teilnehmer mitmachten, war oftmals der Faktor, ob sie die Aus- und Weiterbildung selbst bezahlen mussten, oder ob dies die Firma übernahm. Wer selbst bezahlte, war voll dabei …

Im Endeffekt entscheidet über die Qualität einer Weiterbildung letztendlich die Summe vieler externer Faktoren, denen wir (beschränkt) ausgeliefert sind. Wer sich eingibt, mitdenkt und -gestaltet profitiert am meisten!

Ausbildung und Weiterbildung – hier können Sie sich weiter informieren

Bei Familie Meyer (*) geht es zur Zeit drunter und drüber. Die Gründe dafür sind so vielschichtig wie vertrackt – es ist eine komplizierte und für die Meyers eigentlich aussichtslose Situation, die immer wieder zu Spannung, Streit und massiver Überforderung führt. Die Ehe zwischen Herr und Frau Meyer ist alles andere als harmonisch, die drei Kinder leben ihrerseits in stetigem Zwist; es gibt Probleme mit Drogen, Finanzen und schulischem Umfeld. Jetzt haben Meyers Alarm geschlagen: Sie haben reagiert, sich ihre Überforderung zugestanden und um Hilfe angefragt.

Die Lösung von Alltagsproblemen steht für die Sozialpädagogik im Vordergrund

Im Rahmen des schweizerischen Kinder- und Jugendhilfe-Gesetzes (KJHG) wird die «Sozialpädagogische Familienhilfe» als eine Leistung unter verschiedenen Hilfestellungen zur Erziehung genannt. Unter § 31 des KJHG heisst es: «Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf längere Dauer angelegt und erfordert die Mitarbeit der Familie.» Für den konkreten Fall ausbuchstabiert, lässt sich die Arbeit eines Sozialpädagogen wie folgt beschreiben: Es werden Gespräche geführt, Arbeit an den Hausaufgaben begleitet, Spielplatzbesuche abgestattet, Familienausflüge geplant und Ämter besucht.

Ein spannender Beruf, eine vielseitige Ausbildung

Es sind Familien wie die Meyers, die ihre Alltagsorganisation nicht mehr durchschauen und der Belastung alleine nicht mehr standhalten, geschweige denn ihre Situation aktiv umgestalten können. Denn, wenn sich die Entwurzelung der Kindern anbahnt, weil die Familie nicht mehr zusammenhält, wird gemeinsam mit dem Experten nach gangbaren Lösungen gesucht. Wenn es sein muss, werden auch stationäre Aufenthalte von Familienmitgliedern in Betracht gezogen. Sozialpädagogik findet vor Ort, in den Familien direkt statt. Sozialpädagogik bedeutet praktische Hilfe im Lebensalltag. Dabei sind die verschiedensten Schattierungen möglich: Es gibt Angebote für Familien, aber auch Behörden, Institutionen und Betrieben. Es ist ein vielfältiger, auch kreativer Beruf, der bestimmt nicht langweilig wird. Genau so wenig die Ausbildung: An einer Fachhochschule oder Höheren Fachschule werden drei- bis vierjährige Ausbildungsgänge angeboten, die einen darauf vorbereiten, Menschen wie die Meyers in schwierigen Lebenssituationen bei einer gesunden Gestaltung ihres Alltags tatkräftig zu unterstützen.

* fiktives Beispiel

Weiterbildungstipp zum Thema Sozialpädagogik

Hoehere-Fachschule-Sozialpaedagogik.ch – in Zizers, Graubünden.